19.08.21

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Teelegenden

Tee ist so vielfältig wie die zahlreichen Legenden, die sich um ihn ranken.

So soll in China ca. 3.000 Jahre vor Christi Kaiser Shen-Nung zufällig den Tee entdeckt haben. Als er mit seinem Gefolge im Schatten eines großen Baumes lagerte und ein Feuer entfachte, trocknete die Hitze des Feuers einige Blätter des Baumes und ein heftiger Windstoß wehte sie in den mit heißem Wasser brodelnden Topf auf der Feuerstelle. Das Wasser färbte sich sogleich, wie von Zauberhand golden und ein köstlicher Duft verführte den Kaiser den Trank zu probieren. Entzückt ob des köstlichen Geschmacks und der anregenden Wirkung entfuhr ihm der Ausruf „T`sa“. Seither heißt Tee im chinesischen „Cha“, was so viel bedeutet wie: „das Göttliche“.

Dagegen erzählt man sich in Indien folgende Geschichte: 500 Jahre nach Christi legte Fakir Dharma das Gelübde ab, 7 Jahre nicht zu schlafen. 5 Jahre in geistiger Versenkung hatte er schon ohne Schlaf geschafft. Doch nun glaubte er den Schlaf nicht mehr bekämpfen zu können und griff voller Verzweiflung sein Gelübde nicht halten zu können, nach ein paar Zweigen des Baumes, unter dem er sein Lager aufgeschlagen hatte. Er begann die Blätter daran zu kauen und wie durch ein Wunder durchfuhr Dharma die belebende und erfrischende Wirkung des Tees und er konnte sein Gelübde erfüllen.

In Japan gelobte der Büßer Bodhidarma eine 7-jahrige Meditation, ohne zu schlafen. Doch eines Nachts schlief er ein. Voller Zorn ob seines Versagens schnitt er sich am nächsten Morgen die Augenlider ab und warf sie auf den Boden. Sogleich schlugen sie Wurzeln und wuchsen wie durch ein Wunder zu einem großen Busch. Als Bodhidarma das sah, bereitete der sich aus den Blättern des Busches einen Trank. Die belebende und anregende Wirkung verbreitete sich wie ein Lauffeuer und viele taten es dem Büßer nach. Der köstliche Geschmack und der wunderbare Duft waren Grund genug, diesen Trank als „göttlich“ anzusehen. Bis heute ist das japanische Schriftzeichen für Tee und Augenlid das Gleiche.